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Bildung für die Zukunft

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Am 10.10.2024, fast genau ein Jahr nach Ende unseres „Green Lab-Projekts“ auf der BUGA 23 in Mannheim, fand der Startschuss für das nächste große BNE-Projekt unserer Schule statt.

Im Rahmen der BUGA 23 war ein Kontakt zum „Haus der Geschichte“ in Bonn entstanden. Wir wurden als berufliche Schule angefragt, ob wir nicht Interesse daran hätten bei der Neugestaltung des dortigen Museumsgartens mitzuwirken. Angedacht wurde eine Art Zwillingsbau unseres „Green Labs“, um auch im „Haus der Geschichte“ einen Ort für verschiedene Lehr- und Lernangebote im Freien zu schaffen.

 

Nach kurzer Absprache mit den Hauptverantwortlichen für den Aufbau unseres „Green Labs“ stand fest, dass wir uns auch dieser neuen Herausforderung stellen wollen. Vor allem möchten wir unseren Schüler:innen, noch einmal eine Möglichkeit bieten, Teil eines so umfangreichen Projekts zu werden. Zudem waren wir sehr erfreut zu hören, dass es die Idee unseres autarken, grünen Klassenzimmers bis nach Bonn geschafft und dort entsprechend Anklang gefunden hatte.

Nachdem klar war, dass wir uns dieses Großprojekt vorstellen können, starteten die ersten Gespräche zur Orientierung und Planung bereits im Januar 2024 mit den Verantwortlichen der Neugestaltung des Museumsgartens.

Einige Gespräche, Mails und Absprachen später stand allerdings auch fest, dass wir eine erste Reise nach Bonn zur Besichtigung des geplanten Baustandortes möglichst zeitnah antreten mussten. Auch wenn erst für Frühjahr 2026 der Baubeginn des Gartenareals geplant ist, muss so ein aufwändiges und bundesländerübergreifendes Schulprojekt natürlich bestmöglich geplant werden. Gerade durch die räumliche Distanz ist es notwendig, möglichst früh einige Gegebenheiten vor Ort zu besprechen und zu besichtigen.

 

Früh morgens reisten also vier Kolleg:innen der JGS zum „Haus der Geschichte“ nach Bonn, um einen besseren Eindruck von den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und Werkstätten vor Ort zu erhalten. Ebenso wurde die Beschaffenheit und Lage des angedachten Standorts für unser Bauprojekt besichtigt und notwendige Voraussetzungen besprochen.

Nach einem langen Tag sind wir nun bereit mit der weiteren Planung voll durchzustarten. Die wichtigsten Fragen konnten gestellt werden und die entsprechenden Voraussetzungen für das Bauprojekt wurden diskutiert. Nun heißt es die individuellen Anpassungen für das Projekt in Bonn anzugehen und die deutlich längere Standzeit in all unseren Planungen und Berechnungen entsprechend zu berücksichtigen.

 

Wir freuen uns schon jetzt auf das Projekt im Frühjahr 2026, wenn wir dann mit unseren Schüler:innen anreisen werden, um das „Green Lab 2.0“ in Bonn zu errichten.

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Mit dem offiziellen Ende der BUGA 23 in Mannheim und dem Umzug zurück an die Johannes-Gutenberg-Schule in Heidelberg war der Zeitpunkt für die Reflexion und Evaluation des Projektes gekommen.

 

Was war gut? Was hat uns weitergebracht? Was wird weitergeführt? Das waren die Fragen, die uns die nächsten Wochen maßgeblich beschäftigten.

Das „JGS Green Lab“ hatte sich als nachhaltiger außerschulischer Lernort erfolgreich etabliert und uns viele neue Möglichkeiten eröffnet. Die für uns von Beginn an wichtigste Frage war daher, wie es nach der Bundesgartenschau weiter geht und wie wir diesen neuen Lernraum erhalten können und weiteren Klassen und Gruppen zugänglich machen können? Auf unserem Schulgelände gab es aufgrund der Brandschutzverordnung leider keine Möglichkeit, das „Green Lab“ erneut aufzubauen, doch noch während der BUGA 23 wurden wir von den Stadtwerken Heidelberg kontaktiert, die uns anboten, das „Green Lab“ im Heidelberger Energiepark wieder aufzubauen und so allen Heidelberger Schulen als außerschulischen Lernort zur Verfügung zu stellen. Damit war die Zukunft des „JGS Green Labs“ gesichert und das nächste Projekt für die JGS und unsere Partner bereits in Sichtweite.

Das „Green Lab“ wird bei den Stadtwerken voraussichtlich bis Anfang 2025 eingelagert und dann, wenn die Parkanlage fertig ist, von den Fachgruppen Bautechnik, Metall und Gartenbau wieder aufgebaut und das dazugehörige Gelände gegeben Falls mitgestaltet.

So könnte in naher Zukunft in Heidelberg ein außerschulischer Lernort für die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und erneuerbare Energien geschaffen werden.

 

Durch die angebotenen Workshops und den Berufsorientierungstag (BO-Tag) konnten wir nicht nur die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz vermitteln und Werbung für das Handwerk machen, sondern auch jede Menge neue Kontakte zu Allgemeinbildenden Schulen und außerschulischen Partnern knüpfen. Die Workshops und der BO-Tag wurden als Berufsorientierungsangebot von den Allgemeinbildenden Schulen so gut angenommen, dass für uns klar war, dass wir dieses Konzept auch in Zukunft weiterführen möchten. Der immer größer werdende Fachkräftemangel zeigt sich auch in den sinkenden Schülerzahlen in der Dualen Ausbildung. Daher gibt es hier dringenden Handlungsbedarf, die Schnittstelle von Allgemeinbildenden und Beruflichen Schulen zu professionalisieren und den Schülern die Attraktivität eines Ausbildungsberufes zu zeigen und die Berufsorientierung zu erleichtern.

Aus den Workshops und dem BUGA-BO-Tag erarbeiteten wir ein neues praxisnahes Konzept der Berufsorientierung, das im Februar 2024 zum ersten Mal erfolgreich in der JGS stattfand und von uns zukünftig auch noch weiter ausgebaut wird.

 

Die Umsetzung von BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) in Verknüpfung mit der Beruflichen Ausbildung ist für die JGS von großer Bedeutung, was die bereits vielen erfolgreich durchgeführten BNE-Projekte, wie beispielsweise das Projekt „Richtig heizen“, zeigen.

Das „Green Lab“-Projekt mit all seinen Facetten auf der BUGA 23 rückten für uns die Leitperspektive BNE nochmals verstärkt in den Fokus und die erarbeiteten Materialien und Stunden sowie die vielen neuen Kontakte und neu entstehenden Projekte ermöglichten eine dauerhafte Etablierung in den Unterricht und das Bewusstsein der Schüler:innen.

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