Willkommen
Schulinfos
Bildungsangebot
Service

Elefanten, Luftballons und JGS

Die Frage drängt sich natürlich auf: „Was hat die Johannes-Gutenberg-Schule Heidelberg (JGS) mit Elefanten und Luftballons zu tun?“

Soviel vorab - eine ganze Menge.

Am 13. Mai 2013 wurde das E-Team der Johannes-Gutenberg-Schule Heidelberg für sein erfolgreiches Engagement im Bereich des Umweltschutzes ausgezeichnet. Initiator und Gastgeber war das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg. Die Veranstalter hatten sich wieder einmal eine außergewöhnliche, historisch geprägte Lokalität – das renovierte Frauenbad im Zentrum Heidelbergs - ausgewählt.

Die erfolgreiche Arbeit im Umweltschutz ist seit vielen Jahren an der Johannes-Gutenberg-Schule ein wichtiges Thema und stark bei Schülerinnen und Schülern sowie im Kollegium verankert. Im vergangen Jahr wurden dazu zahlreiche Projekte durchgeführt. Schüler aus der Berufsschulklasse Anlagenmechaniker für Sanitär,- Heizungs- und Klimatechnik führten das Projekt „Thermostatische Heizkörperventile“ durch. Zielsetzung war es, die Funktionsweise und vor allem die richtige Bedienung eines Thermostatischen Heizkörperventils anderen, vor allem fachfremden, Schulklassen begreiflich zu machen. Diese raffinierten Bauteile begrenzen selbsttätig die Wärmeabgabe eines Heizkörpers in Abhängigkeit von der Raumtemperatur. Eine Senkung der Raumtemperatur um nur ein einziges Grad mindert den Energieverbrauch um etwa sechs Prozent. Das Einsparpotential an unserer Schule – eine der größten Beruflichen Schulen Nordbadens – ist demnach enorm. Dies entlastet den „Geldbeutel“ und natürlich unsere Umwelt.

Darüber hinaus wurden an unserer Schule zahlreiche Steckdosenleisten durch Master- und Slave-Steckdosenleisten ersetzt, um Stand-by-Verluste zu reduzieren. Im Bereich der Konditorenabteilung konnte ein altes Kühlaggregat durch einen energiesparenden, geräuschreduzierten Schnellfroster ausgetauscht werden. Mit der Plakataktion „Lass‘ den Eisbär draußen!“ wurden unsere Schülerinnen und Schüler dazu motiviert, Außentüren zu schließen. Dies soll verhindern, dass in der kalten Jahreszeit kostbare Heizenergie unnötig das Schulgebäude verlässt.

Besonders erfreulich ist es, dass an unserer Schule im vergangenen Jahr ca. 23 Tonnen des klimaschädlichen Gases CO2 durch verringerten Wärme- und Strombedarf eingespart werden konnten.

Und damit sind wir bei der anfangs erwähnten Frage. 23 Tonnen entsprechen etwa der Masse von 23 ausgewachsenen Elefanten – wiegt man diese Masse mit gasförmigem CO2 auf, könnte man damit ca. 4,6 Millionen Luftballons füllen.

Herr Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner bedankte sich für das Engagement mit einer Prämie von 1075 €.

Als besonderes „Sahnehäubchen“ wurde unsere Schule zusätzlich mit dem Klimaschutz-Ideen Preis der Stadtwerke Heidelberg für eine herausragende Idee in Form eines Wanderpokals und einem Geldsegen von 1000 € prämiert.

Im Anschluss an die Preisverleihung glänzte das Improvisationstheater „Drama Light“ mit einer Vorstellung zum Thema Nachhaltigkeit für alle teilnehmenden Schulen.

Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium der Johannes-Gutenberg-Schule sind stolz darauf, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet zu haben.